„So zärtlich war Suleyken“ – Masurische Geschichten: Vorgetragen vom Kölner Künstler Stephan Schäfer zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz
Lesung
Die Masurischen Geschichten handeln von liebenswerten Käuzen und Querköpfen aus dem kleinen zärtlichen Ort Suleyken. Das Dörfchen Suleyken liegt im Süden von Ostpreußen irgendwo zwischen Torfmooren und sandiger Öde, zwischen verborgenen Seen und Kiefernwäldern.
Mit den Schelmengeschichten setzt Lenz der Landschaft und ihren Menschen ein literarisches Denkmal. Bei der Vorstellung seiner Figuren wie eines Hamilkar Schass, der erst seit kurzem des Lesens kundig ist, eines Stanislaw Griegull, ein von plötzlichem Reichtum geschlagener Mann und wie dem Unikum Alec, der aufgrund seiner Schulden auf das Ableben seines Erbonkels Manoah wartet, erfährt man viel über die masurische Seele. Dier Erzählungen schöpfen ihren Charme aus der „unterschwelligen Intelligenz“ des masurischen Menschenschlags, zu deren Eigenarten blitzhafte Schläue und schwerfällige Tücken gehören, sowie tapsige Zärtlichkeit und eine rührende Geduld.
Der Kölner Künstler Stephan Schäfer schafft es die handelnden Figuren durch seine Stimmgestaltung so lebendig vorzutragen, dass er sie zu neuem Leben erweckt.
Der 2014 verstorbene Siegfried Lenz gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Erzählern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Durch seine neuartige Erzählweise und die Verwendung ostpreußischer Umgangssprache wurde „So zärtlich war Suleyken“ auch in Masuren sehr erfolgreich. Lenz wuchs bei seiner Großmutter am Lyck-See im Nordosten Polens auf. Die Lesung findet anlässlich seines 100-jährigen Geburtstagsjubiläums statt.
Veranstalter: Deutsch-Polnische Gesellschaft in der Region Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Westniedersachsen
Ort: Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5
Eintritt: um eine Spende wird gebeten
Anmeldung: nicht notwendig

