Veranstaltungen

Montag, 18.5.2026 / 19.00 Uhr

Latinale: Stimme/Atem

Lesung und mehr

Federico Llera (Argentinien), Arthur Rose (Großbritannien) und Inna Krasnoper (Berlin) erkunden kreativ auf Englisch und Spanisch zusammen mit Schülern und Studierenden, welche Rolle der Atmen und die Stimme für die Kreation von Dichtung ebenso wie für die Wahrnehmung poetischer Manifestation spielt. Dabei ist der Weg zur Musik, insbesondere zum Gesang nicht weit.

Die Frage nach der Bedeutung der Stimme(n) im poetischen Ausdruck lässt außerdem darüber nachdenken, welche nichtmenschlichen Stimmen noch in Dichtung einfließen (Instrumente, Tierstimmen, etc.).

Federico Llera ist Dichter, Texter, Sänger und Komponist aus Buenos Aires, der momentan in Mendoza lebt. Er war Texter und Sänger des Elektorpop-Projekts niño seÑora aka kid maDame, einem Duo mit experimentellem und melodischem Ansatz, dessen Sound zwischen atmosphärische und tanzbar oszilliert und mit dem er neun Singles veröffentlichte. Zudem war er Texter und Sänger der Rockband Vladimir y los Carolina. Gerade arbeitet er an seinem ersten Soloalbum, einem Projekt, das seinen Werdegang als Dichter mit einer persönlichen musikalischen Suche verbindet. Wort, Stimme und Klang fungieren hier als kompositorische Achsen. 

Inna Krasnoper ist in Russland geboren und lebt in Berlin. Sie hat einen Abschluss in Tanz, Kontext und Choreografie. Ihre mehrsprachige Lyrik ist in ihren Chapbooks "Over Sight" (Eulalia Books) und "Sealed" (Black Sunflower Poetry Press) sowie in Annulet, Ghost Proposal, Mosaik, SAND und stadtsprachen magazin erschienen. Krasnopgers erster englischsprachiger Gedichtband "dis tanz" erschien 2025 bei Veliz Books. Sie ist gespannt auf den Austausch mit der Lateinamerikanistik. 

Arthur Rose arbeitet komparatistisch und radikal interdisziplinär. Als Wissenschaftler befasst er sich damit, wie Atem zum (gesundheits-)politischen Sujet wird und als symbolische Figur in der Rhetorik funktioniert. Außerdem kennt er sich mit der Poetik von Fake News aus. Er hat sich in seinen (vielfach ausgezeichneten) Studien auch mit lateinamerikanischer Dichtung auseinandergesetzt. 

 

Veranstalter: Institut für Romanistik/Latinistik und Institut für Anglistik der Universität Osnabrück, Institut für Musik der Hochschule Osnabrück, VHS Osnabrück-Stadt und das Literaturbüro Westniedersachsen

Ort: Plektrum des Instituts für Musik, Caprivistraße 1

Eintritt: frei