Veranstaltungs-Archiv

21.10.23 - 19.00 Uhr –

"Der Friede im Traum und am Morgen" - Zeitgenössische Texte zum Westfälischen Frieden

Lesung und Gespräch zu Auftragstexten bekannter Autor*innen rund um den Westfälischen Frieden

Ein Händedruck, der Europa veränderte: Am 6. August 1648 wurde so der Osnabrücker Friedensvertrag, der das Ende des Dreißigjährigen Krieges besiegelte, rechtsgültig. Fünf Jahre Verhandlungen und am Tag selbst noch die über sechsstündige Verlesung des Vertragstextes waren dieser Geste zwischen den Gesandten von Kaiser, Reich und den Schweden vorausgegangen. Stattgefunden hat sie im schwedischen Quartier auf der Großen Domsfreiheit, an dessen Stelle sich heute das Bischofshaus befindet. Hierhin war man nach Ende der Beratungen im Rathaus gezogen. Der wichtigste Friede der frühen Neuzeit: er wurde wortwörtlich „in die Hand versprochen“. Was hat uns dieser Friedensvertrag heute noch zu sagen? Namenhafte Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Juri Andruchowytsch, Helene Bukowski, Annalena und Konstantin Küspert, Feridun Zaimoglu, Senthuran Varatharajah sowie die junge Osnabrücker Autorin Sophie Schollek sind dieser Frage nachgegangen. Denn Kriege und damit auch der Wunsch nach Frieden sind plötzlich wieder präsenter in unserem Leben als in den Jahren zuvor. Emotional, nachdenklich, direkt und auch mal kontrovers – so werden diese Texte in der Lesung durch die Schauspieler Christina Dom und Ronald Funke zu erleben sein. Die Veranstaltung wird musikalisch durch den Jazzgitarristen Frank Wingold gerahmt, ein Gespräch über die Texte schließt sie ab.

Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Osnabrück und das Literaturbüro Westniedersachsen

Ort: BlueNote, Cinema Arthouse, Erich-Maria-Remarque-Ring 16

Eintritt: frei

Anmeldung: über das Literaturbüro Westniedersachsen (Am Ledenhof 3-5, Tel. 0541/202-7908 oder per Mail unter LitOs-info@osnabrueck.de)