Veranstaltungen

Literaturhaus Hannover
30.01.20 - 19.30 Uhr – Literaturhaus Hannover

Resonanzen: Isabel Bogdan & Ina Schmidt

"Vergänglichkeit"

Isabel Bogdan © Heike Blenk

Ina Schmidt © Körber-Stiftung/Claudia Höhne

Moderation: Martina Sulner

Alles, was wir anfangen, geht seinem Ende entgegen; vom Moment der Geburt an ist der Mensch dem Schmerz des Abschieds ausgesetzt. Doch auch unseren Aufbrüchen geht ein Abschied voran. Kann ein souveräner Umgang mit der existenziellen Erfahrung der Vergänglichkeit versöhnen?

Veränderung, Endlichkeit, Vergänglichkeit begegnen uns beständig, oft mitten im Alltag. Wir beziehen sie in unsere Pläne für Hausbau oder Altersvorsorge ein, erleben sie, wenn wir einen Job wechseln, eine Freundschaft endet, die Kinder groß oder die Eltern alt werden, oder auch nur, wenn wir ein Lieblingsstück verlieren. Die Philosophin Ina Schmidt stellt die Frage nach dem Abschied in ihrem Buch Über die Vergänglichkeit ganz grundsätzlich. Ihre Philosophie inspiriert zu einer ebenso wichtigen wie tröstlichen Gedankenarbeit.

Von einem überraschenden Umgang mit Vergänglichkeit erzählt Bestseller-Autorin Isabel Bogdan in ihrem neuesten Roman Laufen, in dem eine Frau buchstäblich um ihr Leben läuft. In der Trauer nach einem Verlust wird ihr dies zum existenziellen Bedürfnis. Erst schafft sie nur kleine Strecken, doch nach und nach werden Laufen und Leben wieder selbstverständlicher. Konsequent im inneren Monolog geschrieben, zeigt dieser eindringliche Roman, was es heißt, an Leib und Seele zu gesunden.

Mit Martina Sulner sprechen die Autorinnen über die immer aktuelle und scheinbar immer schwer zu ertragende Vorstellung von der Vergänglichkeit unserer Welt.

Isabel Bogdan, geb. 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Sie übersetzte u.a. Nick Hornby und Jonathan Safran Foer. 2011 erschien ihr erstes eigenes Buch Sachen machen, außerdem Kurzgeschichten und 2016 ihr Romanbestseller Der Pfau.

Ina Schmidt, Philosophin und Publizistin, bietet Fortbildungen zu Philosophie als einer Form der Lebenspraxis an. Sie ist Mitglied internationaler Organisationen und Expertennetzwerke für philosophische Praxis und u.a. Dozentin am Institut für Philosophie der Universität Rostock.

Martina Sulner, geb. 1961, ist Literaturwissenschaftlerin, Herausgeberin und Journalistin und schreibt u.a. für das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Eintritt: 12,– / 6,–

Karten erhalten Sie unter: www.literaturhaus-hannover.de oder 0511 / 168 41 222