Paula Modersohn-Becker

Paula Modersohn-Becker

* 08.02.1876 in Dresden-Friedrichstadt
† 20.11.1907 in Worpswede

Vita

Paula Becker war im Frühjahr 1897 nach Worpswede gekommen, wo sich zwei Jahre zuvor die inzwischen legendäre Künstlerkolonie gebildet hatte, zu der neben Otto Modersohn u.a. Heinrich Vogeler und Fritz Overbeck zählten. Als befreundete Künstler waren auch Rainer Maria Rilke und dessen Frau, die Bildhauerin Clara Rilke-Westhoff häufig zu Gast.

Paula Becker, die im Jahr 1896 an einer Berliner Kunstschule ihre Mal-Studien begonnen hatte, nahm in Worpswede Unterricht bei Fritz Mackensen. Auch "diesen Modersohn" lernte sie bald näher kennen, und 1901, nach dem Tod seiner Frau, heiratete sie ihn. Worpswede wurde ihr freilich bald - künstlerisch - zu eng: sie führte ein Wanderleben zwischen dem Teufelsmoor und Paris, arbeitete dort mit Cézanne und Rodin, verließ 1906 ihren Mann, um ganz in Paris zu leben, kehrte aber schließlich im Frühjahr 1907 mit Otto Modersohn nach Worpswede zurück. Am 2. November brachte sie dort ein Mädchen zur Welt, doch wenige Wochen später, am 20. November 1907, starb sie 31jährig an einer Embolie. Auch das Kind überlebte nicht.

Paula Modersohn-Becker ist die herausragende Gestalt des Worpsweder Künstlerkreises. Sie war eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. In den knapp vierzehn Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1.000 Zeichnungen und 13 Radierungen, die die bedeutendsten Aspekte der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in sich vereinen.

Niedersachsen literarisch

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