Paul Gottlieb Werlhof

Paul Gottlieb Werlhof

* 24.03.1699 in Helmstedt
† 26.07.1767 in Hannover

Vita

Paul Gottlieb Werlhof war in Europa einer der erfolgreichsten und besten Ärzte seiner Zeit und auch als Dichter bekannt.

Werlhof hatte an der Universität Helmstedt Medizin studiert, bevor er sich 1721 für vier Jahre in Peine als praktischer Arzt niederliess. 1723 erhielt er die Promotion von seiner Universität, zwei Jahre später übersiedelte er nach Hannover, wo er dank seiner außerordentlichen Fähigkeiten als Arzt Anerkennung fand und sogar aus Moskau und Rom konsultiert wurde. 1740 wurde Werlhof königlicher Leibarzt. Eine ihm angebotene Professur in Helmstedt lehnte er ab und blieb bis zu seinem Tod in Hannover. Sein Grabmal auf dem Nikolai-Friedhof ist erhalten.

Einen Band mit oft sehr persönlich gefassten, religiösen, moralischen aber auch scherzhaften Gedichten, der eine zweite Auflage erfuhr, veröffentlichte er 1749.  Werlhof war mit Albrecht von Haller befreundet, der eine Vorrede für Werlhofs Gedichtband schrieb. Der bedeutende schweizer Arzt lehrte an der Universität Göttingen und war, wie Werlhof, nicht nur forschender und praktizierender Mediziner sondern auch Dichter und Literaturkritiker.

Nach Werlhof ist die Idiopathische Thrombozytopenie als Morbus Werlhof benannt, die er 1735 beschrieben hatte.

Publikationen (Auswahl)

Titel Rubrik Jahr
Gedichte Hg. von der deutschen Gesellschaft in Göttingen mit einer Vorrede Herrn D. Albrecht Hallers 1749

Niedersachsen literarisch

Titel Erwähnte Orte
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