Chris Bezzel

Chris Bezzel, Foto: privat
Chris Bezzel, Foto: privat
Prof. Dr.
Chris Bezzel

* 18.01.1937 in Wetzhausen
† 03.02.2015 in Hannover

Vita

Schriftsteller und Linguist.

Chris Bezzel verbrachte seine Kindheit als zweites von sieben Kindern in Kitzingen am Main. Sein Vater war Pastor. Von 1956 bis 1962 studierte er klassische Philologie und Germanistik in Freiburg, Berlin und Erlangen. Das Studium schloß er mit einer Promotion über Franz Kafka ab. Im Anschluß war er Studienreferendar in München und Neu-Ulm, wo er das zweite Staatsexamen als Lehramtsassessor ablegte. Nach zwei Jahren als Lektor im Suhrkamp Verlag ging Chris Bezzel von 1967 bis 1970 als Lektor und Forschungsassistent an die University of Surrey in London. Bis 1972 blieb er in England und lebte als freier Schriftsteller in Birmingham.

Ab 1973 lehrte am Seminar für Deutsche Literatur und Sprache der TU Hannover (heute Leibniz Universität Hannover), setzte jedoch auch seine Arbeit als Schriftsteller fort. 1979 habilitierte er und war bis zu seiner Emeritierung Professor für Linguistik in Hannover. Chris Bezzel veröffentlichte neben wissenschaftlichen Arbeiten vor allem kurze Prosa und Lyrik im Sinne Experimenteller und Konkreter Poesie.

Bezzel war Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie zu dem unter anderen auch Timm Ulrichs zählte sowie Helmut Heißenbüttel, Franz Mon, Inger Christensen, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl und Gerhard Rühm.

Auszeichnungen

  • 1987 Künstlerstipendium des Landes Niedersachsen

Publikationen (Auswahl)

Titel Rubrik Jahr
Wittgenstein Monografie 2007
kit. eine kindheit 2007
Intermezzo 1995
Bordbuch 1995
Wittgenstein zur Einführung Monografie 1988
99 Gedichte Gedichte 1987
Kafka - Chronik. Daten zu Leben und Werk Sachbuch 1983
Salz und Sonne 1983
weißverlassen steinig 1983
Das Unvermögen der Realität. Beiträge zu einer anderen materialistischen Ästhetik (m. G. Dischner u. P. Brückner) Sachbuch 1974
Die Freude Kafkas beim Bügeln, die Freude Mozarts beim Kegeln, die Freude Bismarcks beim Stricken 1972
Kerbtierfresser 1972
Karin 1971
Grundrisse 1968